Forschung

DARIAH – Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities

Inhalte und Methoden

DARIAH wendet sich an die breite Gemeinschaft der Geisteswissenschaften, die so unterschiedliche Disziplinen wie Geschichte, Archäologie, Philosophie, Theologie, Linguistik, Literatur-, Kunst-, Musik-, Theater-, Film- und Medienwissenschaften umfasst. Ziel ist die Weiterentwicklung digitaler Forschung und Forschungsmethoden in all diesen unterschiedlichen Disziplinen.

Um auf die unterschiedlichen theoretischen Rahmenbedingen, Methodologien und Bedürfnisse der Disziplinen einzugehen, arbeiten die DARIAH-Arbeitsgruppen in zwei Richtungen: einerseits werden generisch angelegte Basisdienste realisiert, die alle GeisteswissenschafterInnen gemeinsam nützen können und auf deren Basis Forschungseinrichtungen Dienste und Anwendungen aufbauen können. Dazu zählen beispielsweise zeitgemäße Repositorien, die die nachhaltige Sicherung von digitalen Forschungsdaten und somit unseres kollektiven wissenschaftlichen Gedächtnisses garantieren sollen. Andererseits wird aber auch intensiv an der Entwicklung spezialisierter Dienste für spezifische Bedürfnisse bestimmter Forschungsbereiche gearbeitet, wie etwa digitaler virtueller Forschungsumgebungen für Variationslinguisten oder digitaler Editionen für Literaturwissenschafterinnen und Literaturwissenschafter.

Mitgliedsländer und Geschichte

Gegenwärtig nehmen 17 Länder teil: Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Serbien, Slowenien und Zypern. Österreich ist durch das neu gegründete Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) beteiligt. Am ACDH arbeiten u.a. die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Universität Wien und die Universität Graz zusammen. Am ACDH arbeiten u.a. die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Universität Wien und die Universität Graz zusammen. Das ACDH ist aus einer gemeinsam gestarteten Initiative der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft entstanden.

Geschichte: 2014 wurde DARIAH als europäisches Forschungsinfrastrukturkonsortium (ERIC) institutionalisiert.

Nutzungspotentiale und Zugang zu den Daten

Die neu entstehende Infrastruktur soll eine möglichst breite Teilhabe an digitalen Ressourcen ermöglichen. Auf den Prinzipien von Open Source aufbauende digitale Werkzeuge und im Geiste von Open Access erstellte digitale Daten sollen geteiltes Wissen und gemeinsam erarbeitete Methoden hervorbringen, die wiederum zu neuen Synergien führen, durch die neue Einsichten gewonnen, verbesserte Resultate erzielt und die Kompetitivität unserer Forschung gesteigert werden können.

ACDH - Austrian Centre for Digital Humanities

Im Fokus liegt der Ausbau von Forschungsinfrastrukturen für die digitalen Geisteswissenschaften in Österreich und der Aufbau eines Österreichischen Zentrums für Digitale Geisteswissenschaften an der ÖAW. Das ACDH betreibt Forschung in verschiedenen Bereichen der digitalen Geisteswissenschaften und bietet Dienstleistungen für digital arbeitenden Geisteswissenschaften an. Zu den Tätigkeiten gehören unter anderem die systematische Nutzung digitaler Infrastrukturen, Transdisziplinarität, kollaborative Arbeiten der jeweiligen Österreich-Konsortien DARIAH-AT und CLARIN-AT und deren operativen Einbettung.