Forschung

Forschungseinrichtungen

Gemäß der letzten statistischen Vollerhebung über Forschung und Entwicklung (F&E) in Österreich 2013 gab es 4.882 forschungsdurchführende Einrichtungen. Über zwei Drittel (3.326) sind dem Unternehmenssektor zuzurechnen, wovon wiederum der Hauptanteil (98%) zur firmeneigenen Forschung gehört. 2% der Einrichtungen (65) findet sich im kooperativen Bereich, zu dem die Institute der ACR (Austrian Cooperative Research), AIT (Austrian Institute of Technology) sowie die Kompetenzzentren gezählt werden. Die Forschungsausgaben der Unternehmen liegen 2013 mit 6,778 Mrd. € und 46.411,8 Beschäftigten (in VZÄ) im Bereich F&E bei jeweils knapp über einen Anteil von 70% am Gesamtvolumen. Haupttätigkeitsfelder liegen in der experimentellen Entwicklung sowie der angewandten Forschung.

Der Hochschulsektor mit den Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten, Pädagogischen Hochschulen und der Akademie der Wissenschaften wies 2013 über ein Viertel (1.273) aller forschungsdurchführenden Einrichtungen auf. Davon wiederum befinden sich über 80% der F&E-Einheiten an Universitäten. Knapp ein Viertel der gesamten Forschungsausgaben (2,328 Mrd. €) sowie aller F&E-Beschäftigten (16.840,4 VZÄ) findet sich im Hochschulsektor. Der Anteil des wissenschaftlichen Personals (Forscherinnen und Forscher) liegt mit knapp einem Drittel wesentlich höher. Charakteristisch für die Institutionen des Hochschulsektors ist der hohe Anteil an der Grundlagenforschung: Knapp über 70% aller Grundlagenforschungsausgaben findet sich in diesem Sektor. 

Der Sektor Staat zählt 2013 236 (rd. 5%) F&E-Einrichtungen; dazu gehören neben Bundesinstitutionen auch Einrichtungen des Landes, der Gemeinden und der Kammern, der Sozialversicherungsträger oder von der öffentlichen Hand finanzierte und/oder kontrollierte private gemeinnützige Institutionen sowie F&E-Einrichtungen der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft. Die Forschungsausgaben liegen mit 266 Mio. € bei rd. 3% der Gesamtausgaben und mit 2.537,6 VZÄ bei rd. 4% der F&E-Beschäftigten.

Der kleinste der Sektoren, der private gemeinnützige Sektor, zählt 2013 47 Forschungseinrichtungen (rd. 1%). Zu diesem Sektor zählen gemeinnützige Institutionen mit vorwiegend privaten oder privatrechtlichen, konfessionellen oder sonstigen nicht öffentlichen Status. Die Forschungsausgaben belaufen sich2013 auf 40,22 Mio. € (0,4%), die F&E-Beschäftigten auf 396,3 VZÄ (0,6%).

Links:

Geologische Bundesanstalt (GBA)

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Universitäten

Österreichische Akademie der Wissenschaften

Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Austrian Cooperative Research

Austrian Institute of Technology (AIT)

Research Studios Austria