Forschung

Forschungseinrichtungen

Gemäß der letzten statistischen Vollerhebung über Forschung und Entwicklung (F&E) in Österreich 2015 gab es 5.181 forschungsdurchführende Einrichtungen. Beinahe 70% (3.611) sind dem Unternehmenssektor zuzurechnen, wovon wiederum der Hauptanteil (98%) zur firmeneigenen Forschung gehört. 2% der Einrichtungen (61) findet sich im kooperativen Bereich, zu dem die Institute der ACR (Austrian Cooperative Research), AIT (Austrian Institute of Technology) sowie die Kompetenzzentren gezählt werden. Die Forschungsausgaben der Unternehmen liegen 2015 mit 7,498 Mrd. € und 50.533,7 Beschäftigten (in VZÄ) im Bereich F&E jeweils knapp über einen Anteil von 71% am Gesamtvolumen. Haupttätigkeitsfelder liegen in der experimentellen Entwicklung sowie der angewandten Forschung.


Der Hochschulsektor mit den Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten, Pädagogischen Hochschulen und der Akademie der Wissenschaften wies 2015 knapp unter ein Viertel (1.265) aller forschungsdurchführenden Einrichtungen auf. Davon wiederum befinden sich über 93% der F&E-Einheiten an Universitäten (inkl. Kliniken und Universitäten der Künste). Rund 24% der gesamten Forschungsausgaben (2,468 Mrd. €) sowie rund 25% aller F&E-Beschäftigten (17.682,1 VZÄ) findet sich im Hochschulsektor. Der Anteil des wissenschaftlichen Personals (Forscherinnen und Forscher) liegt mit über 77% wesentlich höher als im Unternehmenssektor, der lediglich 55% seiner Beschäftigten dem wissenschaftlichen Personal zurechnet. Charakteristisch für die Institutionen des Hochschulsektors ist der hohe Anteil an der Grundlagenforschung: Rund 74% aller Grundlagenforschungsausgaben findet sich in diesem Sektor. 


Der Sektor Staat zählt 2015 250 (rd. 5%) F&E-Einrichtungen; dazu gehören neben Bundesinstitutionen auch Einrichtungen des Landes, der Gemeinden und der Kammern, der Sozialversicherungsträger oder von der öffentlichen Hand finanzierte und/oder kontrollierte private gemeinnützige Institutionen sowie F&E-Einrichtungen der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft. Die Forschungsausgaben liegen mit 312 Mio. € bei rd. 3% der Gesamtausgaben und mit 2.673,5 VZÄ bei rd. 4% der F&E-Beschäftigten.


Der kleinste der Sektoren, der private gemeinnützige Sektor, zählt 2015 55 Forschungseinrichtungen (rd. 1%). Zu diesem Sektor zählen gemeinnützige Institutionen mit vorwiegend privaten oder privatrechtlichen, konfessionellen oder sonstigen nicht öffentlichen Status. Die Forschungsausgaben belaufen sich2015 auf 51,338 Mio. € (0,5%), die F&E-Beschäftigten auf 506,6 VZÄ (0,7%).
 

Links:

Geologische Bundesanstalt (GBA)

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Universitäten

Österreichische Akademie der Wissenschaften

Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Austrian Cooperative Research

Austrian Institute of Technology (AIT)

Research Studios Austria