Studium

Von Bologna zum Europäischen Hochschulraum

Bereits im Vorfeld des Bologna Prozesses zeichnete sich ab, dass die Idee eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes konkrete Formen annimmt. Dies zeichnete sich unter anderem durch die EU-Bildungsprogramme und die "Lissabon - Konvention", einem Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region, bereits im April 1997 ab.

Mit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung im Mai 1999 durch die Regierungsvertreter/innen von 29 europäischen Ländern wurde einer der grundlegenden Reformprozesse in der Geschichte des europäischen Hochschulwesens – der Bologna Prozess – eingeleitet.

Das wesentliche und außergewöhnliche Element dieses Prozesses besteht darin, dass es sich um eine freiwillige Annäherung der Hochschulsysteme Europas handelt, und nicht um ein verbindliches Vertragswerk. Dadurch bleibt es den einzelnen Staaten überlassen, die Verwirklichung des europäischen Hochschulraumes auf die nationalen Gegebenheiten abzustimmen, anstatt sie auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu beschränken.

Die Bologna-Deklaration und die nachfolgenden Kommunikées heben sich von anderen unverbindlich bleibenden Erklärungen durch die Definition klarer Ziele und einen vorgegebenen Zeitrahmen ab. Der Grad der Zielerreichung wird durch eine regelmäßige Bestandsaufnahme überprüft, wodurch ein positiver Rechtfertigungsdruck entsteht, der die nationale Umsetzung beschleunigt.

Die Hochschulminister/innen des Europäischen Hochschulraumes treffen sich in regelmäßigen Intervallen zu Konferenzen, in deren Rahmen sogenannte
Opens internal link in current windowKommunikees verabschiedet werden, in denen die Aktionslinien und die Schwerpunkte für die jeweils folgende Umsetzungsetappe bis zum nächsten Treffen festgeschrieben sind.

Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Chronologie des Bologna Prozesses.